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Naturkork – die Leidenschaft für Vögel, Reptilien & Nagetiere.

März 9, 2020 Von Magnus Kulhawy Aus

Kork ist Trumpf!

Aus der Rinde der Korkeiche bestehen die von unseren Wellensittichen so leidenschaftlich geliebten Korkröhren oder auch Korkplatten. Die Korkeiche (Quercus Suber), die vorwiegend in Portugal, Spanien oder auch Italien beheimatet ist, liefert den begehrten Naturkork Rohstoff und ist der einzige Baum, der sich nach jeder Ernte selbst regenerieren und nachwachsen kann – somit einen in unserer heutigen Zeit überaus wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Kork Wald Portugal

Kein anderer Naturstoff weist vergleichsweise einzigartige Qualitäten auf wie Naturkork. So ist Kork aufgrund seiner Wabenstruktur außerordentlich elastisch, verschleißfest, leicht, feuerhemmend und absolut feuchtigkeitsbeständig. Naturkork schwimmt auf Wasser, nimmt keinen Staub auf und unterliegt keiner Alterung, so dass die hervorragenden Eigenschaften dieses Naturproduktes stets erhalten bleiben.

Bei Terrarien-und Nager Freunden ist die Korkrinde schon sehr lange als beliebtes Naturmaterial zur Innenausstattung bekannt, Korkröhren eignen sich beispielsweise ideal zum Verstecken und Schlafen und laden durch die unebenen Oberflächen zum Klettern ein.

Naturkork Rinde teils vom Stamm abgeschält

Warum besitzt Naturkork eine so magische Anziehungskraft auf unsere Wellensittiche, Kanarienvögel, Papageien oder Agaporniden?

Wellensittiche und viele andere Vogelarten nutzen das Material liebend gerne als Sitzplatz und Spielzeug. Die gesundheitlich absolut unbedenkliche Korkrinde lässt sich bestens benagen, da Naturkork fest aber nicht zu hart ist.

Als Ruhe- und Liegeplattform schätzen unsere „kleinen Piloten“ die Korkoberfläche, da sie außerdem sehr gut isoliert ist und angenehm warm hält, nicht nur Wellensittiche liegen gerne auch mal bäuchlings auf dem Kork, zusätzlich nutzen Vögel mit Fuß- bzw. Beinproblemen die Korkplattform, um stark beanspruchte Körperzonen zu entlasten.

Wellensittiche schreddern und nagen leidenschaftlich gerne, Naturkork lässt dem angeborenen Nagetrieb freien Lauf, besonders Hennen weisen eine erhöhte Nagelust auf, so dass das „Bearbeiten“ des Korks für den nötigen Ausgleich sorgt und Tapeten verschont bleiben. Wachsam sollte der Halter bei Korkröhren dennoch sein, da der Brutinstinkt der Hennen in manchen Fällen gesteigert werden kann.

Ein besonders wertvoller Nebeneffekt für die Gesundheit ihres Tieres ist, dass eine natürliche Abnutzung von Schnabel und Krallen stattfindet und die Muskulatur mehr beansprucht wird. Durch das rege Treiben auf dem Kork wird das soziale Verhalten innerhalb eines Schwarms gefestigt und gestärkt. Jedes Korkprodukt ist ein Einzelstück und Unikat, das Aufmaß der Produkte entspricht einer ersten Richtgröße, leichte Abweichungen sind dementsprechend möglich. Sie erhalten unsere Korkprodukte wie abgebildet!

Lassen Sie sich die magische Anziehungskraft von Kork auf Ihre Wellensittiche & Co. nicht entgehen und sagen Sie Langeweile Ihrer kleinen Freunde den Kampf an!

Ihr sittiche24 Team🦜🦎🐹✅!

Die Korkeiche - Quercus Suber

Die Korkeiche (Quercus suber L.) ist ein immergrüner Laubbaum des westlichen Mittelmeerraums aus der Gattung der Eichen (Quercus). Sie erträgt Dürre und stellt geringe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. In Mitteleuropa ist sie nicht winterhart. Namensgebend sind die dicken Korkschichten des Stammes, die zur Korkgewinnung genutzt werden. Ein einzelner Baum kann während seines Lebens 100 bis 200 Kilogramm Kork liefern. Korkeichenwälder beheimaten eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.


 

Erscheinungsbild

 

Die Korkeiche wächst als immergrüner Baum, der eine durchschnittliche Wuchshöhe von 10 bis 20 Metern oder in seltenen Fällen bis 25 Meter und Stammdurchmesser (BHD) von 50 bis 90 Zentimeter erreicht. Er bildet eine dichte und asymmetrische, in einer Höhe von zwei bis drei Metern ansetzende Krone, die sich bei freistehenden Bäumen weit ausbreitet. Die Krone kann sich in mehrere voneinander abgesetzte, rundliche Teilkronen gliedern.

Die jungen Zweige sind dicht hellgrau oder weißlich behaart. Ältere Äste sind kräftig und knotig. Ältere Bäume bilden nur noch kurze Triebe mit Längen zwischen 7 und 15 Zentimeter.

Charakteristisch für die Korkeiche sind die dicken, längsrissigen Korkschichten der graubraunen Stammborke. Das Kambium der bei jungen Bäumen glatten Rinde bildet sehr früh eine Korkschicht, die drei bis fünf Zentimeter dick werden kann. Das leichte und schwammige Korkgewebe zeigt senkrechte Risse und ist an der Außenseite weiß, an der Innenseite rot bis rotbraun. Nach der Ernte des Korkes erscheint der Stamm rotbraun, später jedoch deutlich dunkler. Das Holz ist ringporig, hat ein braunes Kernholz und ein hellrötliches Splintholz. Die Korkeiche entwickelt eine Pfahlwurzel, die eine Tiefe von ein bis zwei Metern erreicht, und von der mehrere Meter lange, horizontal verlaufende Seitenwurzeln ausgehen. Die Bäume werden über 400 Jahre alt, beerntete Exemplare werden 150 bis 200 Jahre alt.


 

Blätter

 

Die ledrigen Blätter sind wechselständig und werden 3 bis 5 Zentimeter lang und 1,5 bis 4 Zentimeter breit. Die Form variiert zwischen rundlich, oval und lanzettförmig -oval. Die Blattspreite hat an beiden Rändern fünf bis sieben scharfe Zähne und einen zugespitzten Vegetationskegel (Apex). Die Mittelrippe tritt an der Blattunterseite deutlich hervor, die Seitennerven erster Ordnung führen meist zu den Zähnen des Blattrandes. Die Blattoberseite ist hellgrün, die Blattunterseite weißlich und dicht behaart. Bei jungen Bäumen fehlt die Behaarung. Die Blattstiele werden 6 bis 18 Millimeter lang und sind ebenfalls behaart. Am Grund des Blattstiels stehen zwei schmal lanzettliche, fünf Millimeter lange und leuchtend rote Nebenblätter, die im ersten Jahr abfallen. Die neuen Blätter erscheinen in den Monaten April und Mai, in denen auch ältere Blätter abgestoßen werden. Sie bleiben meist zwei bis drei Jahre am Baum, seltener nur ein Jahr, letzteres besonders bei strengen Umweltbedingungen und an der Nordgrenze des Verbreitungsgebiets. Extrem kalte Winter können auch zur völligen Entlaubung führen.


 

Verbreitung und Standortansprüche

 

Das Verbreitungsgebiet der Korkeiche ist der Raum um das westliche Mittelmeerbecken. In Portugal bedecken natürliche und angepflanzte Bestände ein Gebiet von 750.000 Hektar. Natürliche Bestände der Nominatform gibt es in Höhenlagen zwischen 150 und 300 Meter über NN, die Unterart occidentalis findet man entlang der atlantischen Küste. In Spanien bleiben die Vorkommen meist unter 600 Höhenmeter, erreichen aber selten auch Höhen von 1200 Meter. In Zentralspanien sind Korkeichen selten. In Italien findet man natürliche Vorkommen entlang des Tyrrhenischen Meeres und im östlichen Apulien an der Adria. Ebenfalls an der Adria gibt es die Korkeiche an der dalmatinischen Küste. Auf Sardinien ist sie einer der häufigsten Waldbäume. Natürliche und vom Menschen geschaffene Vorkommen existieren in Afrika an der Mittelmeerküste von Tunesien, Algerien und Marokko und in Höhenlagen bis 1000 Meter, am Hohen Atlas bis 2000 Meter. Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets wird die Korkeiche auf der Krim, im Kaukasus, in Indien und im Südwesten der USA kultiviert. Die Unterart Quercus suber occidentalis gedeiht auch in milden Gegenden Englands.

Die Art ist sehr lichtbedürftig und kann in dichten Beständen nicht überleben. Sie ist wärmeliebend, wächst bei Jahresmitteltemperaturen von 13 bis 17 °C und erträgt Maximaltemperaturen bis 40 °C. Im Verbreitungsgebiet fällt die Temperatur nur selten unter den Gefrierpunkt, es werden aber Temperaturen bis zu −5 °C ohne Schäden und bis −10 °C ohne große Schäden ertragen. Die Korkeiche ist in Mitteleuropa nicht winterhart. Sie erträgt Dürre und überdauert sommerliche Trockenperioden durch die Reduzierung des Stoffwechsels. Eine jährliche Niederschlagsmenge von 500 bis 700 Millimeter gilt als optimal, an kühleren Standorten können bei ausreichender Luftfeuchte 400 bis 450 Millimeter ausreichen. Korkeichen stellen geringe Bodenansprüche und wachsen auch auf mageren, trockenen oder felsigen Standorten. Sie gedeihen kaum auf kalkhaltigen Böden, man findet sie jedoch häufig auf kristallinen Schiefern, auf Gneis, Granit und Sanden. Der Säuregrad des Bodens sollte zwischen pH-Werten von 4,5 und 7 liegen.

Die Korkeiche gilt als Pyrophyt da sie sich nach Waldbränden schnell erholt, da sie durch den Kork geschützt ist.


 

Nutzung

 

Die Korkeiche wird zur Gewinnung von Kork in mehreren Mittelmeerländern angebaut. Die Zentren der Korkproduktion liegen in Süd-Portugal und Süd-Spanien, wo auf weiten Flächen niedrige Bäume mit großen Kronen und starken Ästen angebaut werden, die den höchsten Ertrag an Kork liefern. Diese größtenteils extensiv bewirtschafteten Habitate werden in Spanien Dehesas und in Portugal Montados genannt. Unter den Gesichtspunkten von Artenvielfalt und kulturellem Erbe werden sie als höchst wertvoll angesehen.

Der Kork besteht aus abgestorbenen, mit Luft gefüllten, dünnwandigen Zellen und enthält Zellulose und Suberin. Kork ist wärme- und schallisolierend, das Suberin verleiht ihm wasserabstoßende Eigenschaften. Die Korkschicht wird vom korkproduzierenden Phellogen nachgebildet und kann daher wiederholt geerntet werden, ohne den Baum zu stark zu schädigen. Die erste Ernte erfolgt nach etwa 12 bis 15 Jahren bei einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 Zentimetern (BHD). Die erste Korkschicht wird „männlicher Kork“ genannt, ist noch wenig elastisch und rissig und wird nur für Isoliermatten verwendet. Erst die folgenden Korkernten liefern einen qualitativ höherwertigen Kork, den „weiblichen Kork“, der im vollen Umfang kommerziell genutzt werden kann. Den qualitativ besten Kork erhält man bei der zweiten, dritten und vierten Ernte. Korkernten erfolgen alle neun bis zwölf Jahre, wenn eine Schichtstärke von 2,7 bis 4 Zentimetern erreicht ist. Unter günstigen (warmen) Bedingungen kann die Ernte alle acht Jahre erfolgen, in Nordafrika alle sieben Jahre. Insgesamt kann eine Korkeiche fünf- bis zehnmal abgeerntet werden. Um die Verletzung der Stammoberfläche kleinzuhalten, kann auch alle drei Jahre geerntet werden, wobei nur ein Drittel der nutzbaren Oberfläche abgelöst wird. Eine wichtige Pflegemaßnahme ist die Astung, die etwa mit einem Alter von zehn Jahren beginnt und eine Höhe bis drei Meter erfasst. Eine Eiche liefert über ihre Lebensspanne etwa 100 bis 200 Kilogramm Kork, ein Hektar etwa 200 bis 500 Kilogramm pro Jahr.

Der Kork wird vor allem zur Herstellung von Stopfen und Korken verwendet, daneben zur Wärme- und Schalldämmung und für weitere technische Anwendungen (unter anderem Verbundwerkstoffe, Schuhsohlen, Bodenbeläge). Die Flaschenkorkproduktion macht etwa 70 % der Wertschöpfung beim Korkanbau aus. Da die Naturkorken zunehmend durch Plastik- oder Blechverschlüsse ersetzt werden, könnte es zu einem deutlichen Rückgang der Korkeichenbestände in Südwesteuropa kommen, was die Artenvielfalt in diesen Gebieten gefährdet.

Genutzt wird auch die Rinde, die etwa zwölf Prozent gewinnbaren Gerbstoff enthält. Zusätzlich werden die Eicheln als Futter in der extensiven Schweinemast (Eichelmast) verwendet. Ein Baum kann 15 bis 30 Kilogramm Eicheln pro Jahr liefern.

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